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Warum? – Eine gigantische Frage!

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Warum? – Eine gigantische Frage!
Die Antwort
Das ist eben so!
der Mensch als Faktor
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Man ist nicht mehr daran interessiert, den Verbrauchern Markttransparenz zu gewährleisten, damit sie das günstigste Angebot finden können was natürlich mit großer Kundenzufriedenheit einher gehen würde. Nein - wichtig ist es, dass wir als Faktor im Modell des Wirtschaftskreislaufs, im o.g. Fall der Fabrik-Arbeiter, unsere Aufgabe erfüllen die darin besteht, mit Arbeit Geld zu verdienen und das Geld mittels Konsum wieder dem Kreislauf zuzuführen.

Wir bemühen uns alle, gute Faktoren zu sein. Schließlich wird das von uns erwartet. Und wir sind sehr bestrebt, den Erwartungen und damit verbundenen Anforderungen gerecht zu werden. Schließlich wollen wir ja unserem Stellenwert gerecht werden. Aber es ist nur noch der Stellenwert eines Faktors, der funktioniert. Der Mensch in seiner Menschlichkeit, der Mensch, der Fragen stellt, der möge sich bitte zurück halten. Das würde den geplanten Ablauf gefährden, wenn nicht sogar das System zum Einsturz bringen.

Ach herrje! Und wenn das bestehende System nicht mehr funktioniert? Was dann? Was soll dann aus uns werden? Wie sollen wir dann überleben? Nein, nein! Dann bleibe ich lieber der Faktor anstatt meinem Verlangen nach Menschlichkeit nachzugehen und gebe als Faktor mein Bestes. Ich Stelle meine Fragen hinten an und gebe mein bestes, damit das System bestehen bleibt. Ich wüsste nicht, was ich ohne es machen sollte.

„Braver Faktor", sagt das System. „So sollst Du sein!".

Nun erkennen aber immer mehr Menschen, dass es so nicht weitergehen kann. Wir erkennen, dass unsere Fragen weiterhin nach Antworten verlangen. In der vorherrschenden Gesellschaft, wie sie sich uns heute im Außen darstellt, finden wir keine Antworten mehr.

Ok, sagt der Mensch. Wenn nicht da draußen, dann suche ich eben in meinem Innern nach den Antworten. Und so findet eine gewaltige Umkehr statt. Es eröffnen sich Räume, in denen tatsächlich Antworten zu finden sind. Antworten, die in uns selbst schlummern. Wir sind in unserem Streben nach Sinnhaftigkeit nicht mehr auf vorherrschende Systeme im Außen angewiesen. Wir finden den Sinn mehr und mehr in uns selbst.

Und nicht nur das! Wir finden dort außerdem verborgene Talente, von denen wir heute noch weit entfernt zu sein scheinen. Außerdem finden wir dort unsere eigentliche Aufgabe, die wir innerhalb des Gesamtgefügtes und zum Wohle dessen bewerkstelligen wollen. Je eher wir bereit sind, diese Aufgabe in uns zu erkennen und unsere spezifischen Eigenschaften und Fähigkeiten dafür einzusetzen, umso größer wird unser Gefühl für Glück, Freude und Zufriedenheit.

Diese Umkehr unserer Perspektive nach Innen ist mitunter ein langer Prozess. In den meisten Fällen passiert es nicht von heute auf morgen und die noch überwiegende Mehrzahl der Menschen hat diesen Weg scheinbar noch nicht erkannt oder ist noch nicht bereit, ihm Aufmerksamkeit zu schenken.

Doch genau diese Umkehr scheint heute mehr und mehr statt zu finden, da die Unzufriedenheit, als Faktor leben zu müssen, immer größer wird, analog zu dem immer größer werdenden Druck, den das System auf uns ausübt.

Die Entwicklung dort hin scheint aber unaufhaltsam zu sein und mir persönlich stellt sich die Frage ob genau diese Umkehr gemeint war als vor langer Zeit jemand sagte: „Mein Reich wird kommen! Wie im Himmel, so auf Erden!"

 



Autor: Lydia Therhaag
aktualisiert am 04.Mär.09 um 18:58 Uhr