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Burnout - was ist das eigentlich?

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Burnout - was ist das eigentlich?
Warnsymptome
Burnout was nun
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Die auch als Erschöpfungssyndrom bezeichnete Erkrankung betrifft zwar häufig Menschen die in Managementpositionen oder Heilberufen tätig sind, doch im Prinzip kann es jeden treffen.

Aber was ist Burnout nun eigentlich? Übersetzt aus dem englischen bedeutet das Wort: „ausbrennen". Und der Volksmund kennt ja auch die Redewendung: „ich fühle mich ausgebrannt". Das Burnout bewirkt eine plötzliche, abrupte Leistungsminderung, weil der Mensch von heute auf morgen, auf einmal nicht mehr leisten kann, wozu er bisher immer im Stande war.

Der internationale Schlüssel für Erkrankungen ICD-10 klassifiziert ihn unter Z73.0: Ausgebranntsein - Zustand der totalen Erschöpfung. Gibt man das Schlüsselwort bei Google ein, erhält man Sage und Schreibe über 25 Millionen Treffer zu dem Begriff.

Die erstmalige Beschreibung des Syndroms wird dem Psychoanalytiker Herbert Freudenberger zugeschrieben. „Er beschrieb Burnout als einen Zustand körperlicher, emotionaler und geistiger Erschöpfung.  Es handelt sich nicht um eine gewöhnliche Arbeitsmüdigkeit, sondern um einen Zustand, der mit wechselhaften Gefühlen der Erschöpfung und Anspannung verbunden ist." (http://pflege.klinikum-grosshadern.de/campus/psycholo/burnout/burnout.html#1.%20Definition).


Warnsymptome der Anfangsphase sind demnach:

  • Hyperaktivität
  • Gefühl der Unentbehrlichkeit
  • Verleugnung eigener Bedürfnisse

Häufig führt das Burnout dann dazu, das der Betroffene versucht den Beruf zu wechseln. Dabei holen ihn dann seine Persönlichkeitsmerkmale: starke Emotionalität, labiles Selbstwertgefühl und Schwierigkeiten bei der adäquaten Einschätzung und Beurteilung von mitunter herausfordernden Situationen auch in seinem neuen Beruf ein.

Doch nicht nur beim Einzelnen sind die Ursachen zu suchen. Auch unsere moderne Leistungsgesellschaft stellt teilweise unerfüllbare Anforderungen an Menschen, die ihn letztendlich zusammenbrechen lassen.

Nach der Organisationspsychologie sind folgende Ursachen für einen Burnout maßgeblich:

1. Unklare Erfolgskriterien

2. Fehlendes Feedback

3. Mangel an Autonomie/Handlungsspielraum

4. Überforderung und Zeitdruck

5. Große Verantwortung

6. Allgemeine Arbeitsunzufriedenheit

7. Kontrolliertheitserleben

8. Diskrepanz zwischen humanitären Werten und Arbeitsalltag

9. Unklare Rollenstruktur, wie z.B.

  • Rollenkonflikte
  • Rollenambiguität (ungenaues Berufsbild, unklare Arbeitsziel)
  • Rollenarmut: wenig motivierendes Potential, gleichförmige Routine, wenig Möglichkeiten zur Selbstentfaltung

10. Fehlende Rückzugsmöglichkeiten

11. Schlechtes Image des Berufs

Wichtig für den Einzelnen: Burnout ist die Folge von persönlichen und äußeren Folgen (http://www.palverlag.de/Burnout.html).

 


 

Die angezeigten therapeutischen Maßnahmen bei einem Burnout-Syndrom sind auch heute noch nicht gesichert. Sie reichen von psychotherapeutischen, über pharmazeutischen, bis physikalischen Behandlungen.

Auch die Anbieterflut, die „schnelle Hilfe" bei Burnout anbietet ist unüberschaubar. So hilft sich der Betroffene dann entweder selbst oder finanzielle Mittel vorausgesetzt, probiert aus was ins Haus schneit. Besserung ungewiss. Auch Hausärzte übersehen das Syndrom noch häufig und verschreiben: „Bleiben Sie doch einfach mal ein paar Tage zuhause". Vielleicht gar nicht mal so falsch, wenn der Patient nach der Zwangspause nicht gleich bei der Wiederkehr mit Arbeit geradezu überschüttet würde.

Vielleicht ist es beim Burnout, wie bei der Grippe, nur in Jahren:

7 Jahre kommt es, 7 Jahre bleibt es und 7 Jahre geht es.

Weitere Informationen:

Burn-Out unter Führungskräften: http://www.itnewsbyte.com/de/news/nws137499,,.htm

Burn-Out Blog: http://www.ichkannsonichtarbeiten.net/blog/

Hausarbeit im Fach Psychologie: http://pflege.klinikum-grosshadern.de/campus/psycholo/burnout/burnout.html

Deutsches Ärzteblatt: http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=52386

Wikipedia Begriff Burn-Out: http://de.wikipedia.org/wiki/Burnout-Syndrom

Coaching-Plus: http://www.coachingplus.ch/burnout-symptome-behandlung.htm

Autor: Oliver Neumann
aktualisiert am 21.Feb.09 um 11:43 Uhr